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Olivenölwelt

Von der Olive zum Olivenöl

Die Geschichte des Ölbaums reicht bis 4000 Jahre vor Christus zurück. Etwa 1200 Jahre v. Chr. brachten ihn die Phönizier nach Sizilien und somit nach Italien.
Er verbreitete sich an allen Küsten des Mittelmeeres, da Klima und Boden dieses Gebiets für sein Gedeihen sehr günstig waren. Die traditionellen Anbauverfahren wurden von Generation zu Generation vererbt, so dass sich die Bäume auch an unwirtliches Terrain anpassten. Und seit Ende des Römischen Reichs bis zur Renaissance wurden praktisch überall in der Toskana Oliven kultiviert. Das Zentrum des Anbaus lag in Lucca und in den umliegenden Regionen.
Gutes Olivenöl entsteht durch die Kombination aus Kultur und Kultivierung. Es ist einerseits eine Gabe der Natur und auf der anderen Seite das Produkt einer jahrhundertelangen Erfahrung. In dem Öl von Bertolli vereinen sich beide Komponenten perfekt, nicht zuletzt dank der Begeisterung der Familie für das Produkt und dessen Qualität.

Die Region
Es gibt über 100 Olivensorten, die jede ihren typischem Geschmack und eigene spezifische Merkmale hat. Jede Frucht weist einen andern Ölgehalt mit besonderen Eigenschaften auf. Im Mittelmeerraum sind sogar die Baumkulturen mit den ihnen typischen Sorten auf die verschiedenen Regionen und Landschaften abgestimmt. Zur Zeit befinden sich 90 % aller Ölbaumkulturen im Mittelmeerraum.

Die Ölbäume


Ölbäume sind unglaublich langlebig und tragen erst nach 20 Jahren die ersten Früchte. Die besten Oliven liefern sie im Alter zwischen 35 und 150 Jahren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass so ein Baum ein Alter von mehreren hundert Jahren erreicht. Wird er gefällt, treibt der Stumpf neu aus. Aus diesem Grund gilt der Ölbaum als unsterblich und ewig jung.

Ernte


Die Ölbäume blühen im Mai, die Frucht bildet sich Ende Juni. Die Farbe wechselt von grün über violett bis zu schwarz. Sobald die Oliven reif sind, werden sie geerntet, und das ist zwischen November und Januar. Das traditionelle Verfahren heisst Brucatura, das Pflücken von Hand. Eine andere Methode ist das Schütteln vom Baum. In den vergangenen Jahren wurden mehr und mehr maschinelle Hilfen eingeführt.

Die Mühle


Um ein qualitativ hochstehendes Olivenöl zu gewinnen, sollten zwischen der Ernte und dem Mahlen nicht mehr als 24 Stunden verstreichen. Dazu müssen die Oliven gut durchlüftet werden. Sonst beginnen sie zu faulen oder zu gären. Auch das Reinigen von Erde, Blättern und Zweigen gehört zum Prozess, bevor das Mahlen beginnt. Der entstandene Olivenbrei gelangt anschliessend in die Presse, die die flüssigen Bestandteile aussondert. Und mittels einer Zentrifuge werden letztlich Fruchtwasser und Öl voneinander getrennt. Nur bei äusserster Sorgfalt, angefangen bei der Ernte, entsteht das extra feine - also das Extra Vergine - Olivenöl, das nach einer gewissen Ruhepause gefiltert und in Flaschen gefüllt wird. Keine chemischen Lösungsmittel, keine Erhitzung haben bei seiner Herstellung mitgespielt.

Wussten Sie schon?
Ein Ölbaum trägt im Durchschnitt 40 kg Oliven. Um 1 Liter Olivenöl zu gewinnen, werden 5 kg Oliven benötigt.